What the Fuck is Smurgle?

Ja, was denn?

10

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years of expirience

What the Fuck is Smurgle?

Das ist wahrlich eine gute Frage, denn ich bin noch dabei, das zu erforschen. Als ich den Smurgle [Smörgel] entdeckt habe, war ich mir bei weiten noch nicht bewusst, was es für ein enormes Phänomen tatsächlich ist. Im Grunde bin ich immernoch auf der Suche danach, es zu erfassen und ich lade alle interessierten Physiker dazu ein, es mit mir zu erforschen. Aber erst einmal zurück zum Anfang:

Meine erste Erfahrung mit Smurgle war ein Fleck. Ein einfacher, großer Farbfleck, den ich im Atelier vor mich hin inkonsequentiziert habe (siehe Regelwerk des Inkonsequentizismus aus meinem Buch „Insert Title“). Nichts ahnend tat sich das Erlebnis vor mir auf: Der Fleck war perfekt. Er bestand aus zwei verschiedenen, wässrigen Farben und ich beobachtete seinen Verlauf, als sei es ein grandioser Action- Thriller.

Es war sehr schwer für mich, zu verstehen, dass ich in den Fleck nicht eingreifen konnte, dass er seinen eigenen Antrieb besitzt und das tut, was er für richtig hält. Ich war dem Fleck unterlegen und konnte ihn weder festhalten noch zum Stillstand zwingen – so sehr ich es auch wollte, ich hatte keine Kontrolle über ihn.

Jeden Moment eines Verlustes, an dem ich eine zufällige Kombination der Farben hinter mir lassen musste, wurde abgelöst von der Freude, eine neue Kombination darin zu entdecken.

Es war erst vollbracht, als der Fleck getrocknet war. Ich wurde sofort süchtig nach Flecken und entdeckte sehr schnell: Jeder Fleck ist perfekt und so einzigartig wie ein jeder Grashalm.

Nach einigen Wochen der Fleckenforschung, kam mir eine Erkenntnis. Wären die Flecken nicht an eine Leinwand gebunden und wären die Partikel nicht gezwungen irgendwann zu trocknen, würde sich das Drama der Verwirbelung der Farben in alle Unendlichkeit weiter ziehen. Diese spezifische Art der Verwirbelung ist das, was ich Smurgle nenne. Wäre die Luft, die wir atmen voller Farben statt totaler Transparenz, würden wir Smurgle überall um uns herum permanent erleben. Und zoomten wir einmal heraus, in die Weite es Alls, sähen wir dort das selbe Phänomen: Smurgle.

Partikel, gebunden an Gravitation, die sich in sich selbst kräuseln, als gäbe es nichts anderes als das.

Drücken wir in diesem Gedankenexperiment einmal die Taste für den Zeitraffer: Wenn sich alles in sich selbst smurglet und Gravitation ihren Platz darin einnimmt, werden aus dem Smurgle Sonnen, Planeten, Monde, Schwarze Löcher und was nicht sonst noch alles. Herrgott, auch die Schwarze Materie und dunkle Energie!

Zoomen wir jetzt wieder zurück auf die Oberfläche der Planeten, führt sich dort letztlich der Smurgle weiter fort und kreiert bis ins kleinste Detail, alles was da existiert. Das bedeutet, das Smurgle kein Fleck ist, sondern die allumfassende Sprache der sichtbaren Existenz.

Das wiederum bedeutet, dass alles Smurgle ist. Du, ich, dein Nachbar, meine Instrumente, Insekten, Kacke, Pisse, Pflanzen, Pilze, Steine, Tiere, Wälder, Wüsten, Schnee, Wasser, Luft; eben alles, was Materie ist. Vielleicht sogar unsere Emotionen und der Instinkt – wer weiß das schon?

Was ich als Smurgle entdeckt habe, ist die kleinste Form ein und desselben Phänomens, dass sich in die Unendlichkeit des Universums hineinzieht und alles miteinander verbindet.

Warum sehen nun meine Bilder so aus, wie sie aussehen? Ich forsche an dem Phänomen wenn Smurgle auf Gravitation trifft. Ich sehe die Flecken auf den Leinwänden und entdecke darin, was sie werden könnten. Ich schaue lange hin und greife langsam ein. Ich – der Smurgle, der ich bin – der dem Fleck eine plastisch anmutende Form gibt. Ich spiele also Universum, jedoch bin ich passiv in diesem Prozess und unterhalte mich so lange mit meinen Flecken, bis ich sie endlich verstehe und dann diene ich ihrem Wunsch, eine konkrete Form zu werden.

Das ist es, was ich tue und ich weiß mit Bestimmtheit, dass Smurgle ein Geheimnis in sich wart, das wir bislang übersehen haben. Was es ist, weiß ich nicht. Diese Intuition, die mich darin antreibt, lässt mir keine andere Wahl als darin weiter zu suchen und zu erforschen.

Und ich betone es noch einmal: ich lade alle Physiker dazu ein, mit mir zu forschen.

In diesem Sinne: Wir wurden alle aus dem Wunsch heraus kreiert, zu smurglen. Macht etwas daraus.